IGW News

45 Jahre Provisorium

Seit 45 Jahren leiden die Quartiere entlang der Rosengartenstrasse / Westtangente massiv unter Lärm, Dreck und Staub. Die Autobahn zerschneidet das Quartier Wipkingen in zwei vollständig getrennte Teile. Wir wollen aufzeigen, dass neben den touristisch propagierten Schönheiten von Zürich auch noch andere Orte existieren. Sehen Sie selber, wie es ist, dort wo wir wohnen, zur Schule gehen, schlafen, ...

 

 

 

Die Fakten

Der Fuss- und Veloverkehr wird sicherer:

Wer zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs ist, erhält mehr Sicherheit und direkte Verbindungen: Die Westtangente kann dank Fussgängerstreifen und Veloverbindungen gefahrlos überquert werden, ohne dass man in den Untergrund gedrängt wird.

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Visualisierung © Nightnurse Images, Zürich

BSA Zürich empfiehlt Nein zum Rosengartentunnel

Zürich, 25. Januar 2020
In den letzten Jahrzehnten ist der motorisierte Individualverkehr stetig gewachsen und hat in den Städten den öffentlichen Raum mehr und mehr in Beschlag genommen. Heute gilt es im Hinblick auf die anstehende Verdichtung der Stadt jedoch den Strassenraum als öffentlichen, begrünten Freiraum für alle zurückzuerobern. Was beim Rosengartenprojekt als eine Zurückeroberung von öffentlichem Raum für die Quartierbewohner beworben wird, ist aber in Wirklichkeit eine Konsolidierung oder sogar ein Ausbau des motorisierten Individualverkehrs.
Der Bund Schweizer Architekten Zürich empfiehlt für die Volksabstimmung vom 9. Februar aus folgenden Gründen ein

NEIN zum Projekt Rosengartentram und Rosengartentunnel.

 

Mehr Strasse erzeugt mehr Verkehr:


Das Projekt Rosengartentunnel wird zurecht als ein Projekt im Geiste der 1970er Jahre bezeichnet. Es geht von der Annahme aus, dass Verkehrsprobleme mit mehr Strassen zu lösen sind. Heute weiss man, dass mehr Strassen in der Regel mehr Verkehr bedeuten. Die Projektverfasser reden vom Verflüssigen des Verkehrs und versprechen, die heutige Verkehrsdichte von 56'000 Fahrzeugen pro Tag zu plafonieren. Der motorisierte Individualverkehr soll in Zürich aber weder vergrössert noch auf dem heutigen Stand plafoniert, sondern im Interesse der Lebensqualität reduziert werden. Der Transitverkehr soll ganz aus der Stadt verschwinden und der Pendlerverkehr möglichst auf den Öffentlichen Verkehr verlagert und reduziert werden.


Die Eingriffe ins Quartier sind unverantwortlich:


Das Projekt verspricht eine 700 Meter lange Flaniermeilen entlang der Rosengartenstrasse. Der Preis dafür sind die zwei überdimensionierten 37 Meter breiten, bis zu 7-spurigen Tunnelportale am Wipkinger- und am Bucheggplatz. Dafür müssen bestehende Häuser abgerissen und Teile einer bestehenden Quartierstruktur zerstört werden. Ermöglicht wird diese 700 Meter lange Flaniermeile durch den Bau des 2.1 Kilometer langen Tunnels, der den grössten Teil der Projektkosten von 1.1 Milliarden Franken ausmacht und das ganze Wohnquartier für 8-10 Jahre sehr grossen Belastungen und Emissionen aussetzt.


Nein zum Strassentunnel, Unterstützung für die neue Tramlinie:


Unterstützt wird dagegen die neu geplante Tramlinie. Sie soll die stark wachsenden Gebiete im Limmattal und dem Glatttal miteinander verbinden, den Bahnhof Hardbrücke mit seinen 10 S-Bahnverbindungen besser erschliessen und damit den ÖV-Knotenpunkt am Zürcher Hauptbahnhof entlasten. Das ist vielleicht nur mit einer Fahrbahnreduktion an der Rosengartenstrasse zu haben. Damit verbunden wäre aber eine Reduktion des Individualverkehrs in der Stadt Zürich und eine massive Verbesserung des öffentlichen Verkehrs. Und das alles für einen Bruchteil der budgetierten 1.1 Milliarden Franken.


Stellungnahme von: Bund Schweizer Architekten Zürich (BSA Zürich)


 

 

Im Rosengarten –
 eine Operette


Kosmos, Lagerstrasse 104, Zürich


20. Januar, 20 Uhr


Rosengagatunnel und Rosengartentram?

Der Kanton Zürich stimmt am 9. Februar ab.
 Eine Operette kommentiert das Milliardenvorhaben mit Worten, Gesang, Orchester und
 Bilderbogen.
Und da eine Operette immer ein Happy End hat, wird auch der Rosengarten
eines erleben: Stadtsanierung mit Phantasie statt Stadtzerstörung mit Beton!


Sprecher und Sänger: Andrea Zogg

Musik: Das Rosenorchester

Libretto und Arrangements: Köbi Gantenbein

Eintritt: kostenlos, Kollekte

Eine Produktion von Hochparterre und Kosmos im Rahmen von Stadt 1:1 in Kosmopolitics.



Ferner am 22. Januar um 20 Uhr im Kulturpark:
‹Rosengagatunnel und Rosengartentram?

Stadtzerstörung oder Stadtsanierung› –  
eine Diskussion am Städtebau-Stammtisch
von Hochparterre.


Rosengagatunnel?
9.2.2020: Nein!

1,1 Milliarden verlochen? Unterirdisch schlecht!

 

Visualisierung © Nightnurse Images, Zürich

 

Rosengagatunnel:
So daneben wie in den 70ern das Ypsilon!


Noch mehr Verkehr noch direkter und noch teurer in die Stadt zu führen, ist die gründlich abverheite Betonrezeptur der 70er-Jahre! Anders gesagt:
Das ist «gaga».

Darum wollen wir keinen Rosengarten- bzw. Rosengagatunnel!
1. Der Rosengagatunnel ist keine Lösung für Wipkingen und Unterstrass.
• Die Rosengarten- und Bucheggstrasse bleiben 4-spurig (2 Auto- & 2 Tramspuren)! Für Velos, Fussgänger*innen und Natur gibt es nicht mehr Platz als heute! Somit würde der Rosengagatunnel zusätzlich 4 Spuren und eine Kapazitätsausweitung bringen.
• Durchgangsverkehr auf die Nordumfahrung leiten und sicher nicht durch die Stadt kanalisieren!
Endlich flankierende Massnahmen zur Nordumfahrung umsetzen wie bei Westumfahrung, d.h. restlichen Verkehr auf 2 Spuren reduzieren wie an der Seebahnstrasse!

2. Direktbetroffene (Wipkingen/Unterstrass) werden nicht das 1. Mal reingelegt!
• Wipkingen und Unterstrass wurden schon bei den Grossprojekten Milchbuck, Gubrist, Westumfahrung, Gubrist 2 reingelegt – jetzt ist endgültig genug!
• Ein 45-jähriges Provisorium soll mit exorbitanten CHF 1 Mia. in einen Dauerzustand umgebaut werden.
• Der riesige Rosengagatunnel verdoppelt Fahrtweg und Abgasmenge, die ins Wohnquartier und Naherholungsgebiet ausgestossen wird.
• Während rund 15 Jahren Bauzeit belasten Baustellen, deren Verkehr und Umleitungen das ganze Quartier.
• Verkehrsflächen und Kapazitäten werden vergrössert und Tunnelportale ins Quartier gezwängt – zulasten von Hausabbrüchen, Plätzen, Grünflächen und Uni-Park.

Flugblatt Rosengagatunnel

 

Kantonsratsdebatte am 4. Februar 2019
zum Spezialgesetz Rosengartentunnel

Probleme verlochen statt lösen?
Rosengarten-Tunnel: Nein!

  • 1.5 Milliarden Steuergelder: unterirdisch teuer als Ersatz für 800m Rosengartenstrasse.
  • Nein zu Tunnelportalen im Zentrum von Wipkingen und am Bucheggplatz.
  • Nein zur Verzögerungstaktik.
  • Ja zu Verkehrsberuhigung mit Tempo 30, Zebrastreifen & Lichtsignalen jetzt!

 

Tunnelportal Wipkingen

Rosengartentunnel & Rosengartentram

Eine Information der IG Westtangente Plus

Fakten zum Tunnel – www.rtrt.ch

 

Grüne Oase

MEINUNG & DEBATTE     NZZ     Dienstag, 25. Juli 2017

Effizienz steigern

Der Artikel «Effizienz auf der Strasse» (NZZ 14. 7. 17) mag für ländliche und suburbane Gebiete Lösungsansätze aufzeigen. In den Städten ist jedoch der motorisierte Individualverkehr (MIV) nicht mehr ausbaubar. Wirtschaftlich gesehen, sind Autos sowieso keine Fahrzeuge, sondern nur Stehzeuge. Nur während maximal 10 Prozent der Zeit werden sie genutzt und stehen in der übrigen Zeit als optische Umweltverschmutzung auf unseren Strassen und Plätzen. Hilflose Versuche, wie den geplanten Rosengartentunnel als Stadtreparatur zu verkaufen, führen in eine weitere Sackgasse, da bis zum Realisierungszeitpunkt die Art der individuellen Mobilität gänzlich ungewiss ist. Nur eine drastische Einschränkung des MIV kann die Stadtbevölkerung von dessen vielfältigen schädlichen Auswirkungen erlösen.
Peter Schmid, Zürich-Wipkingen

Flott, wie Stefan Hotz Intelligenz statt Beton fordert; gesund, wie er zweifelt, ob mit Schnaps der Alkoholismus bekämpft werden kann. Nötig, dass er noch sagt: Den Tiefbauämtern muss das Geld weggenommen werden, der Verkehr mit dem Auto, dem Zug und dem Flugzeug muss viel mehr kosten, und wer zu Fuss geht, lebt glücklich.
Köbi Gantenbein, Fläsch

Die NZZ weist darauf hin, dass ein Ausbau der Verkehrswege «immer schwieriger wird und kaum noch zu bezahlen ist». Deshalb müssten sich «die Autofahrer die Frage gefallen lassen, wie das Verkehrssystem Strasse auch ohne Ausbau effektiver zu betreiben ist». Beidem schliesst sich die IG Westtangente Plus entschieden an. Stefan Hotz lässt aber den Wandel ausser acht, wenn er folgende Einwände anbringt: Mitfahrgelegenheiten erwiesen sich «als bisher wirkungslos im alltäglichen Verkehr» und der autonomen Mobilität stünde entgegen, dass das Auto weiterhin einen «Stellenwert als zusätzliches privates Wohnzimmer und Statussymbol» habe. Die heute geplante Infrastruktur steht frühestens der kommenden Generation zur Verfügung. Deshalb muss die Einstellung der jungen Generation zum Auto und zur Mobilität herangezogen werden, keine heutige Bestandesaufnahme. Zahlreiche wissenschaftliche Artikel präsentieren die Erkenntnisse mehrerer Studien zum Wandel dieser Einstellung bei Jung und – teilweise – auch Alt. Unbestritten ist, dass die neuen Statusobjekte Smartphone und Internet sind. Genauso ist die Verfügbarkeit wichtiger als der Besitz, was sich auch auf das Auto bezieht. Dazu kommt, dass der öffentliche Verkehr immer beliebter wird. Bereits heute nimmt die Automobilindustrie diese Erkenntnisse als Basis für ihre Planung. Es ist unverständlich, weshalb dies nicht längst auch Kanton und Stadt Zürich tun.
Anet Nyffeler, Zürich IG Westtangente Plus

Medienmitteilung vom 9.2.2017

Über eine Milliarde für die heilige Kuh MIV: Nein! Das ist keine Investition in die Zukunft!

Ein Rosengartentunnel kann die wichtigsten Mobilitäts-Ziele Erhöhung der Effizienz und positives Erleben der Mobilität von allen vom Verkehr Betroffenen nicht erreichen. Von Experten erkannte Tendenzen zeigen, dass fundamentale Veränderung in der Mobilität begonnen haben. Lösungen für die Zukunft der Mobilität am Rosengarten ohne Rosengartentunnel müssen deshalb jetzt diskutiert werden!

Medienmitteilung

Wir wollen sofortige Entlastung und kein Rosengartenprojekt aus dem letzten Jahrtausend


Die IG WesttangentePlus nimmt Stellung zur Anfrage von Kantonsrat Max Robert Homberger bezüglich Rosengartenprojekt an den Regierungsrat und die Antwort des Regierungsrats vom 15.11.2016 (KR-Nr. 274/2016).

Es ist müssig über den Kostenteiler von über 1 Milliarde Franken zwischen Stadt und Kanton eines unsinnigen Projektes zu diskutieren. Genauso unnötig ist es, über ein neues Rosengarten-Verkehrsgesetz nachzudenken. Der Rosengartentunnel verschiebt das Problem, statt es zu lösen und verhindert die naheliegenden Sofortmassnahmen. Dieses Projekt ist keine Lösung!
Medienmitteilung

Stellungnahme IG WesttangentePlus zur Vernehmlassung zum Spezialgesetz "Gesamtprojekt für eine Tramverbindung und ein Strassentunnel am Rosengarten in der Stadt Zürich"

Die IG WesttangentePlus lehnt das Spezialgesetz "Rosengarten-Verkehrsgesetz" ab. Es wiederspricht dem Richtplan, der städtischen Gemeindeordnung und den Abstimmungen zur 2000 Watt-Gesellschaft und zur Städteinitiative. Eine Stadtreparatur, die zugunsten von gigantischen Tunnelportalen und auf den Abriss von Gebäuden basiert, kann nicht akzeptiert werden.
Vollständige Stellungnahme IGW

Horrender Zeit- und Geldbedarf für Scheinlösung Rosengarten–Tunnel

Über 1 Milliarde Franken Steuergelder ist unterirdisch teuer für den Ersatz von 800m Rosengartenstrasse.  
Ein Tunnelportal und Wohnraumzerstörung im Zentrum von Wipkingen braucht niemand. Wir sagen Nein zur dieser Verzögerungstaktik.
Wir sagen Ja zur sofortigen Verkehrsberuhigung mit Tempo 30, Zebrastreifen & Lichtsignalanlagen.

Medienmitteilung

Agglomerationsprogramme: Regierungsrat lädt zur Mitwirkung ein 03.05.2016

Der Regierungsrat eröffnet das Mitwirkungsverfahren für die vier Agglomerationsprogramme der 3. Generation. Gemeinsam mit den Gemeinden, Städten und Planungsregionen hat der Kanton die Programme für die Stadt Zürich und das Glattal, die Stadt Winterthur und Umgebung, das Limmattal sowie das Zürcher Oberland erarbeitet.

Informationsveranstaltung Rosengartentram & Rosengartentunnel (ex Waidhaldentunnel)

Die Rosengartenstrasse ist mit bis zu 56‘000 Fahrzeugen am Tag eine der am stärksten befahrenen Strassen der Schweiz in einem Wohngebiet.
Mitglieder des Regierungs- und des Stadtrates orientieren an einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand der Planung sowie über die Möglichkeit der Bevölkerung, an der öffentlichen Mitwirkung gemäss §13 Strassengesetz teilzunehmen. Dienstag, 10. Mai 2016, 19.30 Uhr
Aula KV Zürich Business School, Limmatstrasse 370, 8005 Zürich (Türöffnung 19.00 Uhr)

JA zur Fristerstreckung Waidhaldetunnel – in die Ewigkeit
Wo bleibt Ihr Verstand, Frau Walker-Späh?

Heute Morgen stimmte der Kantonsrat Zürich dem regierungsrätlichen Antrag auf Fristverlängerung für die Berichterstattung und Antragstellung zur Motion KR-Nr. 150/2009 betreffend Waidhaldetunnel zu. Damit erhält der Regierungsrat den Auftrag, bis August 2016 eine Kreditvorlage für den Bau des Waidhaldetunnels vorzulegen. Die IG WesttangentePlus findet, diese Frist kann durchaus erstreckt werden, dann aber bis in alle Ewigkeit!

Zur Medienmitteilung

Verkehrsberuhigung jetzt statt Rosengartentunnel!
Regierungsrat verhindert Sofortmassnahmen

(vgl. NZZ vom 8.5.15: «Auch der Rosengartentunnel braucht mehr Zeit»)

Noch im November letzten Jahres wurde angekündigt «Zur gewundenen Röhre zwischen Buchegg- und Wipkingerplatz wird Anfang Jahr mehr bekannt» (NZZ 20.11.14). Ende April wurde vom Regierungsrat ein Fristerstreckungsgesuch bis August 2016 an den Kantonsrat gestellt.

Immerhin gibt es dem Regierungsrat mehr Zeit, in sich zu gehen und zu überlegen, ob er tatsächlich bereit ist, Geld im Milliardenumfang – das der Kanton nicht hat – auszugeben, für ausserordentlich wenig Nutzen in Form von zusätzlichem unterirdischen Stauraum  auf Stadtgebiet und für einen weiteren ausserordentlichen Beitrag zur Stadtzerstörung in Form von gigantischen Tunnelportalen, Mehrverkehr und Umweltbelastung.

Zur Medienmitteilung

Die IG WesttangentePlus begrüsst den Entscheid des Gemeinderats zu den Verbesserungen am Rosengarten

Die IG WesttangentePlus begrüsst den Entscheid vom 16. April 2014 des Gemeinderats zu den Verbesserungen am Rosengarten, hält jedoch fest, dass dieser Entscheid kein Verzicht auf die geplanten Zebrastreifen bedeutet und fordert den Regierungsrat auf, zu weitergehenden Massnahmen am Rosengarten endlich Hand zu bieten.

Lesen zu dazu unsere Medienmitteilung vom 16. April 2014..

Zur MedienmitteilungMM IGWT+ Feb 2017

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