gemeinsam für eine Wohnen, Erleben, Schlafen, Träumen-Tangente

Zustimmung zu beiden Volksinitiativen Zürich

Medienmitteilung vom 8. Juli 2010

Am Mittwoch bis am frühen Donnerstag hat der Gemeinderat die beiden Initiativen der IG WesttangentePlus, die stadträtlichen Gegenvorschläge und den neuen Gegenvorschlag der Verkehrskommission behandelt. Wir freuen uns darüber, dass unsere beiden Inititiativen und der Gegenvorschlag des Gemeinderats von einer deutlichen Mehrheit des Gemeinderats angenommen wurden und sich damit für eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik ausgesprochen hat. Dem 38-jährigen Provisorium Westtangente wird damit das längst fällige Ende bereitet.

 

Der Gegenvorschlag des Gemeinderates kombiniert die wichtigsten Forderungen der Initiativen und der Gegenvorschläge des Stadtrates und ermöglicht eine Zustimmung zum Rosengartentram samt den notwendigen verkehrsberuhigenden Massnahmen ohne gleichzeitig auch noch einem Ausbau des Strassenetzes für den motorisierten Individualverkehr zustimmen zu müssen.

 

Die Baustellen zum Ausbau der Hardbrücke wie auch zur Sanierung des Schöneichtunnel vor einigen Jahren zeigen eindeutig, dass auch mit der geplanten Umnutzung von zwei Spuren zugunsten des öffentlichen Verkehrs genügend Platz für den Autoverkehr bleibt. Transitverkehr mit stadtrandnahen Quell- und Zielorten gehört auf die Umfahrung.

 

Die Freiheit bei der Wahl des Verkehrsmittels nimmt zu. Mit der geplanten Umgestaltung der Westtangente erhalten auch FussgängerInnen, VelofahrerInnen und ÖV-BenützerInnen zwischen Milchbuck und Escher–Wyss–Platz nach jahrzehntelanger Bevorzugung des MIV endlich ein verbessertes Angebot. Auf die Lebensqualität im Quartier wird endlich Rücksicht genommen. Die Rosengartenstrasse kann ebenerdig wieder überquert und ansässiges Gewerbe wieder erreicht werden. Die Trennungswirkung nimmt deutlich ab.

 

Die Abnahme des motorisierten Verkehrs verringert die Lärm– und Schadstoffbelastung und Unfallgefahr der AnwohnerInnen, denen viel zu lange, viel zu viel zugemutet wurde. Die damit verbundene Abnahme des Energieverbrauchs ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur 2000–Watt–Gesellschaft.

 

Der Entscheid des Gemeinderates stärkt den Stadtrat in seinen bisher eher erfolglosen Bemühungen, sich gegen die regierungsrätliche Verkehrspolitik aus dem letzten Jahrtausend durchzusetzen, die im Übermass auf Strassen– und Tunnelbau für Autos setzt.

Telefon: 079 44 501 88

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10.4.2009 18:00

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